Freie Zimmer in Bremen

Wir beraten auch persönlich zum Thema „Wie finde ich ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft“ . Wer Interesse hat, schreibt bitte eine Mail an:
bremen@fluechtlinge-willkommen.de

Download des Textes unten: Warum nicht in einer Wohngemeinschaft wohnen (PDF, 210KB)

Warum nicht in einer Wohngemeinschaft wohnen?

Du bist erst seit Kurzem in Deutschland und wohnst momentan noch in einem Übergangswohnheim? Die Suche nach einer eigenen Wohnung ist schwierig. Vielleicht wäre eine Wohngemeinschaft etwas für dich?

Die meisten finden an einer Wohngemeinschaft gut, dass sie nicht mehr alleine wohnen. Mit ein bisschen Glück ist es, wie mit Freunden zusammen zu wohnen! Und das man jeden Tag mit Deutschen Deutsch redet, ist auch nicht schlecht…

Was ist eine WG?

WG ist eine Abkürzung für „Wohngemeinschaft“: verschiedene Menschen leben gemeinsam in einer Wohnung.

Eine WG bietet dir nicht nur die Ruhe eines eigenen Zimmers, sondern auch die Möglichkeit zu gemeinsamen Unternehmungen mit deinen Mitbewohnern.

Jeder hat sein eigenes Zimmer. Aber es gibt Gemeinschaftsräume , die von allen zusammen benutzt werden. Zum Beispiel Badezimmer, Küche oder auch ein Wohnzimmer.

Das Zusammenleben in WGs ist ganz unterschiedlich: In manchen WGs leben die Menschen eher unabhängig voneinander.

Manchmal treffen sich die Mitbewohner aber auch regelmäßig zum gemeinsamen Kochen oder Unternehmungen.

In den meisten WGs kauft jeder seine eigenen Lebensmittel. Dann hat oft jeder sein eigenes Fach im Kühlschrank.

Aber manchmal wird auch gemeinsam gekocht.

Viele WGs haben einen festen Putzplan. Der Plan legt fest, wann wer mit dem Putzen von Gemeinschaftsräumen an der Reihe ist.

Dein eigenes Zimmer hältst du selbstständig sauber.

Wie finde ich ein Zimmer in einer WG?

Schau zuerst einmal am „Schwarzen Brett“ in der Hochschule oder Universität:

Ein „Schwarzes Brett“

Das ist eine Wand an der man viele Zettel mit Angeboten für WG-Zimmer finden kann.

An der Uni befindet sich diese Wand im großen Eingangsbereich (Bahnhaltestelle: Uni Zentralbereich).

Auch in der Stadtbibliothek gibt es ein Schwarzes Brett oder in vielen Supermärkten.

Deinen Freunden und Bekannten hast Du bestimmt schon erzählt, dass du ein Zimmer suchst? Wenn nicht, erzähle es! Manchmal hilft ein Tipp unter Freunden am Besten.

Wie schreibe ich der WG, dass ich Interesse habe?

Meistens bekommen WGs sehr viele Mails, denn es gibt viele Interessenten, aber nur wenig freie Zimmer.

Deshalb ist es wichtig, mit der ersten Mail einen guten Eindruck zu machen.

Damit Deine neuen Mitbewohner etwas über dich erfahren, schreibe über deine Hobbys und Interessen, wie du deinen Tag verbringst oder ähnliches.

Zum Beispiel kannst du über Folgendes schreiben:

  • Wie heißt du, wie alt bist du?
  • Wie lange bist du schon in Deutschland? Wie gut sprichst du Deutsch? Kannst du Englisch?
  • Wo wohnst du jetzt? Im Wohnheim oder in einer privaten Wohnung?
  • Was sind deine Hobbys? Wie verbringst du gerne deine Zeit? Sport, Kino, Freunde treffen?
  • Welche Musik hörst du?
  • Warum möchtest du in einer WG (und nicht alleine) wohnen?
  • Vergiss nicht, deine Handynummer anzugeben, damit die WG einen Termin mit dir ausmachen kann. Falls du bei Whatsapp, Telegramm oder einen anderen Messanger benutzt, kannst du das auch schreiben – umso leichter bist du zu erreichen.

Das Schreiben kann zum Beispiel so aussehen:

Hallo liebe WG,

ich heiße Hassan und bin 24 Jahre alt. Ich habe Interesse an dem freien Zimmer in Eurer WG. Ich bin seit einem Jahr in Deutschland und lerne gerade Deutsch. Jetzt wohne ich im Übergangswohnheim. Aber ich möchte in einer WG leben, weil ich gerne mit anderen Menschen zusammen bin und mein Deutsch verbessern möchte. Die meiste Zeit bin ich in der Schule und habe Deutschkurs. Aber am Nachmittag bin ich gerne mit Freunden unterwegs. Ich koche sehr gern.

Ich würde sehr gerne das Zimmer in Eurer WG ansehen und Euch kennenlernen! Meine Handynummer ist: 0151.123455

Bis bald, Hassan

Sei nicht traurig, wenn du keine Antwort bekommst.

Das ist ganz normal! Nicht den Mut verlieren, sondern einfach vielen weiteren WGs schreiben.

Wenn eine Telefonnummer angegeben ist, kannst du die WG auch direkt anrufen. Das ist oft sehr gut, weil man dann persönlich miteinander sprechen kann. Wenn du dir unsicher bist, kannst du vielleicht einen Freund für dich anrufen lassen.

Besichtigungstermin und Kennenlernen

Die WG hat geantwortet und möchte dich kennenlernen, das ist toll!

Beim ersten Treffen geht es darum, sich gegenseitig kennenzulernen. Dabei kannst du dir auch das Zimmer anschauen.

Die WG will von dir wissen, wie du dir das gemeinsame Zusammenleben vorstellst. Das sind die gleichen Fragen, über die du zuvor schon in der Mail geschrieben hast.

Gleichzeitig kannst du die WG-Bewohner kennenlernen.

Das klingt alles schwieriger als es ist. Oft trinkt man gemeinsam einen Tee und redet ein bisschen miteinander.

Hab keine Angst! Wenn du einfach ein bisschen was über dich erzählst und einige Fragen stellst, dann wird das sicher ein nettes Gespräch.

Und denk dran: nicht nur die WG überlegt, ob sie mit dir zusammenleben will – auch du musst die Leute mögen und kannst dich natürlich gegen die WG entscheiden, wenn du dich bei ihnen nicht wohl fühlst.

Mietvertrag

Du findest die WG sympathisch und die WG hat sich für dich als neuen Mitbewohner entschieden?

Gratuliere!

Wenn deine Miete vom Jugendamt oder vom Jobcenter bezahlt werden muss, dann müsst ihr dafür ein Formular ausfüllen. Dadurch erfährt das Amt wie teuer die Wohnung ist. Dieses Formular heißt beim Jugendamt „Vermietungsangebot“, beim Jobcenter „Anlage zur Feststellung der angemessenen Kosten der Unterkunft und Heizung“.

Hier müsst ihr aufschreiben, wie viel das Zimmer kostet und wie hoch die Kosten für Wasser und Strom sind. Das Formular gibt es beim Jugendamt oder beim Jobcenter.

Das ausgefüllte Formular musst du dann dem Amt vorlegen.

Dann machst du als nächstes einen Mietvertrag mit dem Vermieter. Vermieter kann jemand aus der WG sein, oder der Besitzer der Wohnung.

Weitere Fragen

Wenn du Fragen hast, dann schreibe uns: bremen@fluechtlinge-willkommen.de

Vielleicht interessiert dich auch die Webseite www.fluechtlinge-willkommen.de

Max, Robert und Hannah

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